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Deutscher Wandertag 2018 soll ein Meilenstein Lippes werden

Lipp. Landeszeitung,   Martin Hostert ,   07.03.2017
Ute Dicks, Hans-Joachim Graef (Lizenzgeber Fotowettbewerb), Albert Hüser, Rüdiger Schmidt,
Dr. Axel Lehmann und Günter Weigel (von links).              (© Vera Gerstendorf-Welle)

Detmold/Kreis Lippe. Es ist noch ein wenig hin bis zum Deutschen Wandertag in Detmold, aber die vom 15. bis 20. August 2018 erwarteten 50.000 Gäste werden großartige Tage erleben. Davon zeigt sich der Teutoburger-Wald-Verband als Ausrichter bereits überzeugt.

Dessen Präsident Rüdiger Schmidt aus Bielefeld sagte am Montag mit einem Augenzwinkern, in Lippe – vor allem am Hermann – sei zuweilen kaum noch Platz für Schilder an den Bäumen, so viele Wanderwege verliefen hier. Manche sind bereits zertifiziert, andere werden folgen. Wegezeichner sind in ganz Lippe bereits fleißig dabei, sie zu optimieren.

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Lippe freut sich auf 50.000 Gäste zum Deutschen Wandertag

Die Organisatoren profitieren von Erfahrungen des NRW-Tages

Detmold. Es wird noch ein langer Marsch bis ins Ziel sein, aber es wird sich lohnen: „Detmold und Lippe sind top aufgestellt für den Deutschen Wandertag", freut sich Rüdiger Schmidt, der Vorsitzende des Teutoburger Wald-Verbandes (TWV).
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Einweihung Skulptur des „Jauchtzenden Bothen, 1643“

Der Arbeitskreis „Westfälische-Friede-Weg 1648“, dem auch der TWV e. V. angehört, traf sich, um eine Skulptur ähnlich der ehem. Postreiter anfertigen zu lassen und an geeigneter Stelle auf dem Rad- und Wanderweg zwischen Osnabrück und Münster aufzustellen. Die Skulpturweihe „Jauchtzender Bothe, 1643“ fand nun am 22. Oktober 2016 in Lengerich, Schniederhaarsweg, mit einer Sternwanderung statt.
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TWV bewirbt sich um den Deutschen Wandertag 2018 in Lippe

LZ Martin Hostert, 14.06.2016

Kreis Lippe. Nach Paderborn im vergangenen Jahr könnte OWL 2018 erneut Gastgeber des Deutschen Wandertages werden. Der Teutoburger-Wald-Verein (TWV) hat sich um eine Ausrichtung in Lippe beworben, der Kreis Lippe wird die Bewerbung "grundsätzlich unterstützen".

Dies hat der Kreis-Finanzausschuss am Dienstag beschlossen. Der Wandertag soll den Kreis maximal 210.000 Euro kosten. Den Zusatz hatte Kurt Kalkreuter (SPD) angeregt; diese Summe hatten Stadt und Kreis Paderborn im vergangenen Jahr aufgewendet. Nur zwei Politiker stimmten nicht zu.: Carsten Möller (FDP) enthielt sich, Sascha Hoffmann (Linke) votierte gegen eine entsprechende Beschlussvorlage.

Das Votum des Kreistages eilt, denn der Deutsche Wanderverband wird bereits am Donnerstag, 24. Juni, beim Deutschen Wandertag in Sebnitz (Sachsen) über die Vergabe entscheiden. Der TWV hat Anfang Mai seinen Hut für Lippe in den Ring geworfen, nachdem Miltenberg (Spessart) abgesagt hat. Der dortige Kreistag hatte sich laut Bayerischem Rundfunk aus Kostengründen dagegen ausgesprochen. Der Kreis Miltenberg hätte eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 265.000 Euro übernehmen müssen.

Der  TWV hat seine Bewerbung unter einen Finanzierungsvorbehalt gestellt - nämlich den, dass der Kreistag am 27. Juni sein Okay geben wird. TWV-Vorsitzender Rüdiger Schmidt aus Bielefeld erinnerte gegenüber der LZ gestern daran, dass in Paderborn allein am Wandertags-Sonntag 50.000 Besucher gezählt worden seien - 12.000 von ihnen seien beim Festumzug dabei gewesen. Die Veranstaltung dauert stets von Mittwoch/Donnerstag bis Montag. Einen festen Termin für 2018 gibt es noch nicht.

"Dem TWV sollte schon jetzt das Signal gegeben werden, dass der Kreis die Ausrichtung unter dem Vorbehalt eines endgültigen tragfähigen Konzeptes grundsätzlich unterstützt" sagte Landrat Dr. Axel Lehmann. Er erinnerte an die zahlreichen Projekte des Kompetenzzentrums Wandern, die mit Landes- und Europageldern gefördert worden waren. Anträge für weitere Projekte liefen.

Das Veranstaltungs- und Finanzkonzept soll nun die Lippe Tourismus und Marketing GmbH erarbeiten. Deren Geschäftsführer Günter  Weigel sagte gestern, es sei "kein Problem" sich an den Paderborner Kosten zu orientieren. Er habe bereits allerhand Gespräche mit Vertretern der öffentlichen Hand und potenziellen Sponsoren geführt.

Kommentar: Das Wandern ist des Lippers Lust

In diesen Tagen müssen die "Höhner" mit ihrem alten Sporthit noch einmal herhalten. "Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, sag' mir wo und wann? Wenn nicht wir, wer sonst?" und so weiter haben sie gesungen. Ein Song, der auch aus Wandern passt. Wenn nicht in Lippe mit seinem funkelnagelneuen Wanderkompetenzzentrum und den zertifizierten Wanderwegen, seinen engagierten Vereinen und deutschlandweit einmaligen Ausflugszielen wie dem Hermann und den Externsteinen, wo soll denn ein Deutscher Wandertag stattfinden? Insofern war es eine folgerichtige Entscheidung des Teutoburger-Wald-Verbandes, die Lücke zu nutzen und sich um die Austragung zu bewerben.

Die Kreispolitik hat der Dachverband von 48 ostwestfälisch-lippischen Mitgliedsvereinn auf seiner Seite. Denn: Auch wenn das Votum des Finanzausschusses ein "Signal" gewesen sein soll, ein "Nein" wird es nicht mehr geben, und das wäre auch "wenig vertrauenswürdig", wie der alte SPD-Fahrensmann Kurt Kalkreuter es gestern nannte. Nach großen und vor Jahren gescheiterten Träumen wie dem, Lippe zu Europas Kulturhauptstadt zu machen oder die Landesgartenschau hierhin zu holen, hat es mit dem NRW-Tag im Jahr 2012 ein angemessenes Großereignis gegeben. Es trotzte der Skepsis vieler (auch der des Berichterstatters) und wurde ein Riesenerfolg. Die Macher von damals sollen es auch 2018 wieder richten.

Zwei Jahre Vorbereitungszeit sind wenig; Winterberg hat jetzt schon für 2019 den Zuschlag. Aber: "Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht hier, sag' mir wo und wann?"





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